Wie empfange ich DVB-T

Wie empfange ich DVB-T?
Welche Geräte Sie benötigen, worauf Sie beim Kauf einer Set-Top-Box achten sollten, wie diese an Ihr Fernseh-Gerät angeschlossen wird und weitere Tipps zum Empfang des digitalen Fernsehens mit der Antenne.

Receivertest
Stiftung Warentest hat DVB-T Receiver getestet

Neue Geräte im Elektrofachmarkt
Vielleicht haben Sie in der vergangenen Woche im Prospekt eines Elektrofachmarktes ein seltsames Gerät entdeckt: Es sieht ungefähr so aus wie ein Videorekorder und nennt sich "Digitaler terrestrischer Receiver". Mindestens 15 Prozent der Haushalte im Land Bremen brauchen so ein Gerät ab Ende Mai, denn so viele empfangen ihr Fernsehprogramm über die ganz normale Haus- oder Zimmerantenne. Was Sie beim Kauf eines digitalen Receivers beachten müssen finden Sie hier.

Benötigt wird ein DVB-T-Receiver
Ab dem 24. Mai wird das Fernsehen in Bremen digital. DVB-T oder einfach Überallfernsehen heißt die Technik, die alle betrifft, die über Haus- oder Zimmerantenne fernsehen. Einen neuen Fernseher müssen die sich aber nicht kaufen, sagt Gerhard Otte, technischer Referent bei der Landesmedienanstalt: "Nein, das ist Gott sei Dank nicht so, dass der Fernseher ausgewechselt werden muss, sondern der Fernseher und sei er auch dreißig Jahre alt, kann weiter genutzt werden. Zwischen der vorhandenen Antennen-Empfangsanlage muss lediglich ein so genannter Decoder geschaltet werden, ein DVB-T-Empfänger, oder Receiver auch genannt."

Die meisten Receiver oder Set-Top-Boxen sehen genauso aus wie die seit langem üblichen Satellitenreceiver: ein viereckiger Kasten mit kleiner Digitalanzeige. Über ein Kabel ist der Receiver mit der Zimmer- oder Dachantenne verbunden, über ein zweites Kabel mit dem Fernseher.

Decoder zur Rückwandlung des DVB-T-Signals.




Ausstattung der Geräte
Ein paar mehr Anschlüsse sollen es allerdings schon noch geben, erklärt Stiftung-Warentest, die für die aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Test mehrere handelsübliche Receiver getestet hat. "Wenn man das Gerät umdreht, sollte es zwei Scart-Buchsen haben, damit man den Videorecorder anschließen kann, die meisten haben ja heute auch einen Videorekorder."

Haben Sie einen Fernseher älteren Modells und keinen der länglichen Scart-Anschlüsse, sondern nur den runden Antennenausgang, dann sollten Sie einen Receiver mit Modulatorausgang kaufen.

Ton-Ausgangsbuchsen sind hilfreich, wenn man den Empfänger mit der Stereoanlage verbinden möchte. Wer sogar eine Tonanlage für Kino-Raumklang mit digitalem Toneingang besitzt, muss darauf achten, dass auch der Receiver einen passenden digitalen Ausgang hat.



Schwierigkeiten beim Anschluss?
Die Gebrauchsanleitung sollte beim Anschließen des Geräts behilflich sein. Das ist keineswegs selbstverständlich, haben die test-Redakteure festgestellt. Die Anleitungen waren größtenteils schwer verständlich, bei dem Gerät der Firma Lorenzen sogar kaum lesbar.

Negativ außerdem der hohe Stromverbrauch vieler Empfänger, so Eigner: "Wir hatten drei Geräte im Test, die über sechs Watt verbraucht haben, eines 9, das läppert sich, 10 Euro pro Jahr". Auch die Bedienung ist nicht immer einfach. Wer noch nie mit so genannten Bildschirmmenüs gearbeitet hat, sollte sich bei der Programmierung der Sender von einem technikbegeisterten Freund helfen lassen.

Ein zusätzlicher Tip der Test-Redakteurin: "Zuerst immer die automatische Senderprogrammierung durchführen, wenn man das macht, ist man schon einen großen Schritt weiter."

Erste Inbetriebnahme: Das Installationsmenü

Jedes Fernsehgerät braucht seinen eigenen Receiver
Ein Wermutstropfen: Wer mehrere Fernseher besitzt, benötigt für jedes Gerät einen eigenen Empfänger. Die von Stiftung Warentest getesteten Empfangsgeräte kosten Im Fachhandel und den großen Elektronik-Märkten je nach Ausstattung zwischen 99 und 600 Euro. Dieser mit 600 Euro teuerste Receiver hat zusätzlich eine Festplatte, um Sendungen digital aufzuzeichnen oder zeitversetzt zu sehen.

Teurere Geräte sind dabei nach Erfahrungen der Warentester nicht automatisch besser.